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BBC Radio 1 macht jetzt keine Werbung mehr für sich, sondern für seine Hosts.

http://www.bbc.co.uk/radio1/hello/video_scott.shtml

http://www.bbc.co.uk/radio1/hello/video_zane.shtml

http://www.bbc.co.uk/radio1/hello/video_cm.shtml

Aber klar, man kanns auch so machen:
http://www.guardian.co.uk/media/video/2009/mar/30/real-radio-tv-ad

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Mama Merkel bei den Bürgern

Sie war Mama, Anwältin und Integrations-Beauftragte - doch vor allem war sie eines: Saucool und autenthisch. «Bürger fragen - Bundeskanzlerin Merkel antwortet». Das die Tagline des ersten grossen RTL-Highlights im deutschen Wahljahr 2009.

Und genau so war es auch: Ein paar Hartz IV-Empfänger, ein Opel-Angestellter, Lehrer, Studentin und jede Menge der «Leute von der Strasse». Klingt zum Kotzen, war es aber nicht. Wirklich nicht.

War sie nervös? Am Anfang wirkt sie so, Merkel schnauft flach, ihre rosa Jacke hebt und senkt sich schnell. Doch ihre Nervosität verfliegt rasch, dank einem seichten, voraussehbaren Einstieg, den die Kanzlerin bis ins Detail vorbereiten konnte: Keine Spontaneitäten, Fragen eines Opel-Angestellten, kein Problem.

Doch dann kommt Schwung in die Sendung: Ein junger Mann, blond, hager, gepierced und arbeitslos darf seine Frage stellen:;«Haben wir Jugendlichen überhaupt noch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt?» - Mama Merkel, nachdem sie viel Verständnis geäussert hat, mit praktischen Tipps: «Haben sie einen Beruf gelernt?» - «Nein» - «Dann wäre jetzt die Stunde einen zu lernen, nicht?» - «Ja» - «Worauf hätten sie Lust?». Er hat Lust auf Gartenbau, Merkel sagt, dass er sein Spektrum verbreitern solle, einen Pflegeberuf ergreifen, ganz konkret.

Es wirkte wie ein wirklicher Dialog, den wir ähnlich mit unserer Mama hatten.

RTL hat das gut gemacht, find ich. Chef-Nachrichter Klöppel und die Blonde von Spiegel TV liessen jede Menge Nachfragen zu, gegen Ende zeigt sich, dass man sich dafür jede Menge Zeit gelassen hat, fast zu viel, so wirkte es. Und so gelang etwas, was am Fernsehen ja recht schwierig ist: Ein wirklicher Dialog zwischen Bürger und Kanzlerin - keine besonders geschliffenen Antworten, Merkel sagte auch dass «ich kein normales Beispiel [bin], das muss man ja jetzt auch mal sagen», wenn sie die Moderatoren fragten, ob sie denn Privat- oder Kassen-Patientin sei.

Gut, viel Neues erfuhren wir nicht, aber, dass Merkel es mit den Medien wirklich drauf hat. Eine sympathische Politikerin, die es offenbar ernst meint mit ihrem Volk, dem sie so nahe ist, wie sie zeigt.

Wer sich für Politik sehr interessiert, muss sich das nicht anschauen, wer sich für Fernsehen interessiert indes schon: Hier geht das.

Übrigens: Gegen Schluss, der arg seicht wurde, erfahren wir ein bisschen Privates über die Merkel, das wir eh schon wussten. Aber auch einen Phasen-Plan zum Abschalten:
Phase 1: Schlafen
Phase 2: Kochen (Ihre Gäste loben ihre Rouladen und ihren Rotkohl)
Phase 3: In die Natur (Berge, da kann sie abschalten)

Danke für die Information. Für RTL übrigens der Flop schlecht hin: Gute eineinhalb Millionen schauten zu. Tja. Das sind keine sechs Prozent Marktanteil.

Die Taz fands gut, besonders, dass Merkel ihr Repertoire an Jacken erweitert hat.

Die FAZ fands angenehm deutsch.

Die Süddeutsche hingegen fands ganz arg fürchtlerich, wie Merkel den «Gipfel der Harmlosigkeit» erklommen habe.

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Sophie Hunger singt auf meinem Balkon

Sie nennen sich «Take Away Shows», «Concerts a Emporter» oder - neu und aus der Schweiz - «Show To Go». Wers nicht kennt, sollte klicken. Schönere Gratis-Musik im Internet gibts gar nicht...

Es wirkt, als stünde Sophie Hunger in diesem Moment auf meinem Balkon. Sie singt zwar aus meinem Computer, aber doch wirkt es so, als würde sie es nur für mich tun. Ganz roh und echt und nah und so. Das Konzept ist fast keins: Ein paar Filmer schnappen sich ein paar Musiker und dann machen die schnell etwas Schönes zusammen. So wirkt es jedenfalls, ungeplant, etwas chaotisch, echt und echt schön. Ein paar meiner Lieblinge...

Take-Away-Show: Sophie Hunger «Ne Me Quitte Pas»


Eine Take-Away-Show: Amanda Palmer «Icarus»
Amanda Palmer - Icarus (A Take Away Show) from La Blogotheque on Vimeo.

Eine In-A-Van-Session: Sons And Daughters «Splitlips»
Sons and Daughters - Splitlips from La Blogotheque on Vimeo. Eine Take-Away-Show: Animal Collective «Another White Singer»


#82.2 - ANIMAL COLLECTIVE - Another White Singer
by lablogotheque


Eine Sail-Away-Show: Sebastien Tellier «Divine»


SEBASTIEN TELLIER - Divine
by lablogotheque


Eine Sail-Way-Show: DEUS «The Architect»


DEUS - THE ARCHITECT
by lablogotheque


Eine Take-Away-Show: The Kooks «Crazy»


#12.1 The Kooks-Crazy (G Barkley cover)
by lablogotheque

Hier gibts jede Menge von diesen Videos, einfach selber entdecken auf «La Blogotheque» oder «Show To Go». Wers mag sollte auch mal diesen YouTube-Kanal anschauen.

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Internet-Prokrastination: Links sollten verboten werden! VERBOTEN!

Ich sollte noch ein Porträt schreiben, eigentlich. Es sollte zirka 8000 Zeichen haben und irgendwie spannend werden. Das Interview dazu hab ich schon gemacht, letzten Donnerstag. Da ich danach erst ganz spät nach Hause gekommen bin, hab ich das Schreiben auf meinen freien Tag verschoben. Der ist heute... Ich bin seit ca. 8 Uhr wach und habe noch kein Wort geschrieben. Wie konnte es soweit kommen, dass ich jetzt diesen Post schreibe, hueretammi?

Schuld ist das Internet, natürlich. Ich hab Kaffee gemacht, ein kleines Frühstück, hab mich hübsch angezogen. Aber während des Frühstücks kann ich ja noch Zeitung lesen, ein bisschen nur.

(Losgelegt habe ich natürlich erst, nachdem ich mich hier und hier eingeloggt habe...)

ui, ui, ui... Aha?, Komm jetzt, Sorry, will ich das lesen? JA NATÜRLICH! Ah, lustig, die macht Werbung für die CD ihres Mannes, das ist Team-Arbeit... Also, ich hol schon mal das Aufnahmegerät mit dem Interview vom Donnerstag. Oh, den Kopfhörer hab ich vergessen... Nur noch kurz in die New York Times Media Section schauen... Oh, noch einer? Muss das denn sein? Wie ist der denn drauf? Mal schauen, schauen, schauen... Oh, stimmt: Wissen wir eigentlich schon, wer der neue Tagi-Chefredaktor ist? Kurz mal hier gucken... Hier? Nichts. Nun, fast überhaupt gar nichts... Tagi-Chefredaktor!!! Hier? Nichts... Aber... Ah, stimmt, das wollt ich ja eh noch lesen... Ok, der Tagi-Chefredaktor. Der Tagi schreibt bestimmt was. Oh, es sind gleich zwei... Nun ja, twitter ich kurz - aber was solls. Erstmal den Herbst abwarten. Twitter zeigt mir... hmmm? ok, mal schauen... Hier war ich eigentlich auch schon eine Weile nicht mehr. Die schau ich noch kurz... Die erinnert mich aber gewaltig, an, wie hiess er noch... Ah, ja. Da schreib ich doch gleich einen kleinen Blogpost, ist ja wirklich geil... Aber es gibt ja auch richtig schlechte Werbung für Radiosender, eine will ich auch noch posten. Die hier? Nein, aber die vielleicht... Das ist ja gar keine richtige... Da gabs doch noch diese... - ah, hier...

Mal gucken, was auf Facebook los ist... Ah, die will nach New York, warum echt? Aha... Santigold? Die hiess doch SantOgold... Hab ich da was verpasst? Offenbar... Und wer ist der Typ, der sie verklagt? Uh, das ist eine wirklich ganz, ganz hässliche Website. Schnell zurück... Die ich hören MUSS? Dann muss ich wohl klicken.

Es ging noch eine Weile so weiter und weiter und weiter und weiter und weiter - hierhin und dorthin.

Während ich diesen Post geschrieben habe, bin ich übrigens noch auf diesen, diesen, diesen (Ah, der Slogan funktioniert ja...) und diesen Artikel gestossen. Nicht zu vergessen: Der hier, und das bestimmt-lustige-teil und das hier...

Jetzt hab ich noch kein Wort geschrieben, hueretammi. Und jetzt muss ich los, sonst komm ich zu spät... Ich hab jetzt aso hundertprozentig ADS. Ha! Das erinnert mich glatt an...

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Ziemlich vertraut: Die neue Werbung für BBC 6music

Die Engländer, die BBC 6music nicht hören, kriegen jetzt was zu sehen: Der neue Werbe-Spot ist wirklich geil. Wer hinguckt, wird sich wohl an einen Film erinnert fühlen, den schon Millionen auf YouTube angeschaut haben.

Die Idee stammt nämlich von BluBlu, die mit ihrem (seinem?) Kunst-Kurzfilm schon ordentlich Klicks auf YouTube generiert haben. Man nehme also diese Idee, mische etwas gscheite Musik drunter, hole einen tollen Fotografen und ein Studio, das schon viele geile Spots gemacht hat und man kriegt... DAS:



Der Original-Film für alle, die ihn noch nicht kennen...



Und noch die Original-Musik – auch schön...



Aber ja, klar, so kann man natürlich auch Radio-Werbung machen:

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SCHREI MICH NICHT AN!

[guilty pleasure] Ich liebe die achte Season von «American Idol». Guck mir fast noch lieber an, als die tolle Schweizer Serie «Tag und Nacht». Der freakische Tuntenrocker aus L.A., Adam Lambert, war grossartig in der letzten Show. Und der andere Typ am Klavier, der nicht blind ist, auch. Da sind wir uns einig, ich und mein Mitbewohner. Aber!

Auch MusicStar find ich natürlich eine tolle Sendung. Und wie das SF mit «MusicStar», macht auch der «Idol»-Sender FOX jede Menge Cash mit der Show. Find ich ok, dass man die Scheisse verkauft. Aber!

Mich störts nicht, dass...

  • ...alle «Idol»-Juroren andauernd aus einem riesigen, knallroten Coca-Cola-Becher trinken
  • ...die MusicStars, wenn sie dann nach Hause geschickt werden, ein Tränchen vergiessen, während sie GROSS SICHTBAR ihre «i am»-Créme von der Migros in ihr Köfferli packen
  • ...«Idol»-Host Ryan Seacrest seine Kandidaten-Interviews vor einer hysterischen rot-weissen Coca-Cola-Wand führt...
  • ...die MusicStars ihre erniedrigen Voting-Aufrufe inmitten einem Berg Zweifel-Chips machen...
  • ...«Idol»-Zuschauer gefühlte hunderttausend Mal pro Sendung zum SMS-Voten per AT&T aufgefordert werden...

Aber DAS HIER ist doch einfach nur peinlich: Mitten in der Sendung macht Ryan Seacrest ein merkwürdiges Gesicht und meint, dass jetzt IRGENDWAS komme, das IRGENDWIE mit dem Wasser-Ballon, den er grad in den Händen hält, zusammenhängt. Und dann kommt das:



Das würd ich jetzt mal idiotisches Product-Placement nennen.

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True Blood Review: «I wanna do bad things with you...»

Kinder der Nacht, das ist eine tolle Serie. Es geht um Vampire, die Geschichte ist sexy, lustig und spannend. Der Cast ist toll, der Look cool-gruselig und: der Cast ist toll! Wirklich toll! Die neue HBO-Serie «True Blood» ist auch für Menschen, die nicht auf Vampir-Stories stehen, einen Blick wert.

Doch bevor wir uns in die Geschichte verbeissen können, müssen wir eine Menge schwuler Anspielungen über uns ergehen lassen: Die Sprecherin der nationalen Vampir-Organisation streitet sich im Fernsehen mit einem religiösen Politiker, hier knallt ein «God hates Fangs»-Tag von der Hauswand und da sagt eine blonde Schöne in einem Vampir-Club «Hier gehts doch allen nur ums Ficken!». Doch glücklicherweise werden die Anspielungen schnell weniger und witziger, je länger die Show geht. Schauen wir also drüber weg.

Eine ganz normale Vampire meets Girl-Story
In den USA befinden sich die Vampire im Kampf um gleiche Rechte wie Menschen. Dank einem neuen Blut-Ersatz müssen sie sich nicht länger von Menschenblut ernähren und könnten an sich in aller Ruhe tot sein. Doch in der amerikanischen Kleinstadt, in der wir landen, da ists so einfach nicht: Die Leute finden das schon ok, dass es Vampire gibt, finden auch, dass man sie an sich nicht erledigen sollte, jedoch sollen sie sich doch fernhalten, bitteschön.

Sookie, eine Angestellte der Dorfkneipe, verliebt sich auf den ersten Blick in den Typen, der an diesem Abend in die Bar kommt. Er ist ein Vampir und... hab ich schon erwähnt, dass Sookie Gedanken lesen kann? Das wäre wichtig. Für sie ist das nämlich ziemlich übel, vor allem beim Daten ein echtes Problem. Bei ihrer ersten grossen Liebe ist das anders, von seinen Gedanken hat sie keine Ahnung. Dieser Typ schreitet an diesem Abend zu Sookie in die Kneipe; genau, der Vampir. Bill («Bill? So heisst doch kein Vampir...») geht auf die 150 zu und ist ziemlich sexy für sein Alter. Sookie ist hin und weg.

Hartes Gevögel, jede Menge Blut und ein wüst erigierter Penis
Nebst der Haupthandlung wird richtig viel gefickt. Ich muss hier von ficken schreiben, weil ich mich an keine TV-Serie erinnern kann, in der dermassen hart, laut und oft gevögelt wurde. Dazu kommt ein paar Leichen und wirklich witzige Szenen. So macht Sookies Bruder erste Erfahrungen mit dem neuesten Scheiss der Party-Szene: «V» steht für Vampirblut und macht den normalen Mann zum Super-Hengst, der ewig kann. Auf dem Weg zu seiner Freundin findet sich Sookies Bruder in einem Polizeiverhör wieder und schluckt aus Angst die ganze Flasche. Keine gute Idee.

Und, ach ja, schaut euch mal das an:



Ein toller Opener, oder? Gefällt mir sehr gut. «True Blood» stammt übrigens von «Six Feet Under»-Macher Alan Ball und basiert auf den «Southern Vampire»-Büchern von Charlaine Harris. Ich glaube, man sollte «True Blood» nicht überbewerten. Es ist nicht die beste Serie. Aber es ist grosse Unterhaltung!

Runterleihen! Los.

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